WAS NEUES?

 

Fest des Heiligen Johannes Maria Vianney

 

Liebe Wohltäterinnen, Liebe Wohltäter

 

Grüss Gott und guten Tag! Im Jahr 2007 wurde die Association Saint-Jean-Marie-Vianney Lausanne ge- gründet, um den Dienst von Bischof Peter Bürcher in der Schweiz und im Ausland zu unterstützen und zu fördern. Das war, bevor er von Papst Benedikt XVI. zum Bischof von Reykjavik ernannt wurde.

 

Dank Ihrer Hilfe konnte unsere Association mehr als fünfzehn Jahre lang in der Schweiz, in Frankreich und in Island tätig sein und insbesondere zahlreiche Christen in Palästina, Israel, Libanon, Jordanien, Ägypten, Syrien, Irak und Armenien unterstützen. Ohne hier Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, möchten wir an einige der Projekte erinnern, die wir dank Ihrer zahlreichen und großzügigen Spenden realisieren konnten: So konnte unsere Association seit 2007 die Kirche in Island bei zahlreichen pas- toralen Aufgaben unterstützen, bis Bischof Peter Bürcher 2015 in den Ruhestand ging. In achtjähriger Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wurden sieben neue Gotteshäuser gebaut oder gekauft, ein großes Pastoral- und Gästehaus errichtet, die katholische Schule in Reykjavik gerettet, das erste römische Messbuch ins Isländische übersetzt und herausgegeben; Priester, Ordensschwestern und Laien wurden finanziell unterstützt und zahlreiche Evangelisierungs- und Ausbildungsprojekte durchgeführt.

 

Nachdem wir in diesem Zeitraum bereits den Christen im Heiligen Land geholfen hatten, baten wir um neue Projekte. Darunter war der Vorschlag von Papst Franziskus, für die Jugendlichen, die am Welt- jugendtag in Panama teilnahmen, 1’500’000 Rosenkränze herzustellen. Diese wurden alle im Heiligen Land gefertigt und an Jugendliche aus der ganzen Welt verschenkt. Außerdem konnten wir dank Ihrer Hilfe und unserer glücklichen Zusammenarbeit mit der Caritas Jerusalem vielen bedürftigen Familien in Bethlehem helfen, indem wir ihnen eine Arbeit in diesem Umfeld anboten. In den letzten zwei Jahren hat die Pandemie dazu geführt, dass Jerusalem und Bethlehem von Pilgern und Touristen abgeschnit- ten waren. Dank Ihres großzügigen Verständnisses für die Situation, konnten wir den am stärksten be- nachteiligten Familien helfen, von denen viele noch immer weit unterhalb der Armutsgrenze leben. In ähnlicher Weise konnten wir katholische Schulen im Heiligen Land sowie das Caritas Baby Hospital und den Spital der Heiligen Familie in Bethlehem unterstützen. Und gemeinsam mit Ihnen konnte den leid- geprüften Einwohnern von Beirut geholfen werden, die durch die Explosionen in ihrem Hafen und die Wirtschaftskrise, die den Libanon noch immer heimsucht, schwer getroffen wurden.

 

Wir schreiben Ihnen im Wissen, dass wir hier all die vielen Engagements unserer Association nicht aufzählen können. Ihre treue Unterstützung materiell und im Gebet ermöglichten das. So möchten wir Ihnen allen ein GROSSES DANKESCHÖN für alles sagen!

 

Heute möchten wir Ihnen ausserdem mitteilen, dass unsere Association Saint Jean-Marie Vianney Lau- sanne beschlossen hat, Ende 2022 ihre Mission zu beenden. Die Gesundheit und das Alter sowie die beruflichen Verpflichtungen der Mitglieder des Komitees haben zu dieser Entscheidung geführt. Ja, “ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde!” (Qo 3,1). Unsere As- sociation wird also per 31. Dezember 2022 aufgelöst. Wir sind sehr glücklich und dankbar für alles, was wir während mehr als fünfzehn Jahren gemeinsam erreichen konnten.

 

Bis zum 30. November 2022 sind die letzten Spenden und Vermächtnisse herzlichst willkommen. Ca- ritas Jerusalem wird die Spenden an die bedürftigsten, dringend auf Hilfe angewiesenen Familien in Bethlehem, weiterleiten. Auf dem nächsten Blatt finden Sie einen Einzahlungsschein, der Ihnen zu diesem Zweck angeboten wird. Wir danken Ihnen von ganzem Herzen, wenn Sie ein letztes Mal großzügig Hilfe für unsere Ärmsten leisten!

 

Nach diesem Datum wird unser Postkonto gekündigt, unsere Website wird nicht mehr funktionieren und unsere ASJMVL News nicht mehr erscheinen. Als konkretes Zeichen unserer Dankbarkeit wird Bi- schof Peter Bürcher heute und in jedem kommenden Jahr am Fest des Heiligen Johannes Maria Vianney eine Messe für alle Ihre Anliegen feiern.

 

Ja, wir danken dir, Herr, dass du uns geschenkt hast,
dass wir über fünfzehn Jahre lang so großzügige Wohltäter hatten!

Sie haben es uns ermöglicht, unter anderem zu helfen:
Deiner Kirche in Island wie auch dem Heiligen Land, das noch immer

so sehr leidet, und wo du selbst für uns alle gelitten hast!
Du hast uns gerufen, und zusammen mit unseren Wohltätern,

haben wir auf deinen Ruf geantwortet.
Du bist gesegnet, Herr, denn du bist immer mit uns unterwegs gewesen,

Du warst unser täglicher Begleiter!
Herr, wir bitten dich, segne und behüte
alle unsere Wohltäterinnen und Wohltäter,
bewahre sie im Frieden und in deiner Liebe!

 

Liebe Wohltäterinnen und Wohltäter, mit der Unterstützung der Jungfrau Maria, des heiligen Josef und des heiligen Johannes Maria Vianney wollen wir weiterhin das bleiben, was wir sind: Jünger Christi und Missionare seiner Liebe für alle! Lassen Sie uns, insbesondere mit anderen ähnlichen Institutionen in der Schweiz, weiterhin unsere christlichen Schwestern und Brüder im Heiligen Land großzügig unter- stützen! Sie zählen in vollem Vertrauen und in tiefer Dankbarkeit auf uns alle.

 

Wir danken Ihnen allen von ganzem Herzen und der Herr segne Sie und Ihre Familien reichlich!

 

+ Pierre Bürcher, Bischof – Bernard Debély, Präsident – Véronique Nebel, Mitglied – Don Martino Mantovani, Sekretär

 

Lausanne, den 4. August 2022

Heilig-Land Koordination 2022 

Abschluss-Communiqué 

"Wenn ich dich vergesse, Jerusalem, soll meine rechte Hand verdorren" Ps 136,5 

 

Jerusalem ist eine jüdische Stadt, eine christliche Stadt, eine muslimische Stadt

 

Sie muss ein gemeinsames Erbe bleiben und darf niemals zum ausschließlichen Monopol einer einzigen Religion werden. Wir sind gekommen, um uns mit unseren Schwestern und Brüdern zu treffen und mit ihnen zu beten, eingedenk der Botschaft von Patriarch Pizzaballa, dass es unser Recht und unsere Pflicht als Christen ist, die Offenheit und Universalität der Stadt zu wahren.

 

Die christliche Gemeinschaft ist für die Identität Jerusalems sowohl jetzt als auch in der Zukunft von wesentlicher Bedeutung. Doch ihr Fortbestand ist durch Besatzung und Ungerechtigkeit bedroht. Viele der Menschen, denen wir begegnet sind, sind Gewalt und Einschüchterung durch Siedlergruppen, Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit oder der Trennung von ihren Familien aufgrund des ihnen zugewiesenen Status ausgesetzt. 

 

Wir teilen die von der christlichen Gemeinschaft geäußerte Besorgnis über die von der israelischen Polizei verhängten einseitigen Einschränkungen der Religionsfreiheit während der Osterzeit. Wir haben die tiefe Trauer und Wut der Christen vor Ort über die Ermordung der palästinensischen katholischen Journalistin Shireen Abu Akleh und den beschämenden Angriff auf die Trauernden bei ihrer Beerdigung erlebt. 

 

Wir wurden Zeuge, wie viele Menschen jeglicher Herkunft in Armut leben, die durch die Pandemie noch verschärft wurde. Das Ausbleiben der Pilger in den letzten zwei Jahren hat die Lebensgrundlagen zerstört, auch in der christlichen Gemeinde Jerusalems, so dass einige Familien kaum noch in der Lage sind, sich eine Wohnung, Lebensmittel oder andere lebensnotwendige Dinge zu leisten. 

 

Inmitten dieser Herausforderungen gibt es jedoch auch Zeichen der Hoffnung. Wir haben christliche Organisationen besucht, die Verantwortung für das Wohlergehen ihrer Gemeinde und der Gesellschaft im Allgemeinen übernehmen. Sie arbeiten unermüdlich daran, die Not zu lindern und das Leben zu verbessern. Wir trafen junge Menschen, die sich trotz der täglichen Verletzungen ihrer grundlegenden Menschenrechte weigern, die letzte Generation von Christen in der Stadt zu sein.

 

Wenn die Pilger wieder zurückkehren, rufen wir sie dazu auf, die Christen in Jerusalem und im gesamten Heiligen Land zu unterstützen. Es ist wichtig, dass alle Pilger die Lebenswirklichkeit der christlichen Gemeinschaft hier verstehen und sich mit ihr auseinandersetzen. Eine echte Pilgerreise ins Heilige Land sollte eine Reise des Glaubens, der Begegnung und der Solidarität sein.

 

Papst Franziskus bekräftigt den universellen Wert Jerusalems, der über alle territorialen Fragen hinausgeht. Inspiriert von Christus, unserem Frieden, müssen alle Christen dazu beitragen, den heiligen Charakter der Stadt zu bewahren und eine authentische Vision für Jerusalem als einen Ort des Dialogs und der Einheit zu fördern. 

 

Bischof Declan Lang, England und Wales (Vorsitzender der Heilig-Land-Koordination) 

Bischof Udo Bentz, Deutschland 

Bischof Peter Bürcher, Nordische und Schweizerische Bischofskonferenz 

Bischof Nicholas Hudson, Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union 

Bischof Alan McGuckian, Irland 

Erzbischof William Nolan, Schottland 

 

Jerusalem, 26. Mai 2022, Hochfest Christi Himmelfahrt

 

Bildergalerie:

Hinweis: Die Fotos aus der Bildergalerie sind für die Berichterstattung unter Nennung des Copyrights (© Mazur/cbcew.org.uk) kostenfrei zum Herunterladen verfügbar: https://flic.kr/s/aHBqjzR4L4

 

Was ist die Heilig-Land-Koordination?

 

Die Heilig-Land-Koordination besteht aus Bischöfen aus Europa, Nordamerika und Südafrika, die seit 22 Jahren dieses jährliche Treffen in Israel und Palästina, in Zusammenarbeit mit Priestern und Laien durchführen. 

Ihr ständiges Ziel, einen gerechten Frieden zu erreichen, inspiriert sie zu dieser jährlichen Pilgerreise, um ihre Schwestern und Brüder zu treffen, mit ihnen zu beten, ihnen zuzuhören und Zeugen der Herausforderungen zu sein, mit denen sie konfrontiert sind. Anschließend informieren sie ihre jeweiligen Bischofskonferenzen über die gegenwärtige Situation.

Dieses Jahr vertritt Bischof Peter Bürcher, emeritierter Bischof von Reykjavik und emeritierter Apostolischer Administrator von Chur, sowohl die Nordische Bischofskonferenz als auch die Schweizer Bischofskonferenz (SBK), bei diesem wichtigen internationalen Treffen.

Heilig Land Koordination 2022

 ITV der kath.ch mit Bischof Peter Bürcher

 

1. Wie geht es Ihnen? Sind Sie froh, nicht mehr Apostolischer Administrator der Diözese Chur zu sein?

Bischof Peter Bürcher: Es geht mir gut, Gott sei Dank! Ich bin froh, dass ich als Apostolischer Administrator trotz der zweijährigen Pandemie vielen Menschen, auch Jugendlichen und Älteren, in allen Teilen der Diözese Chur dienen konnte und für diesen Dienst ein sehr persönliches Dankschreiben vom Vatikan erhalten habe. Und jetzt, als emeritierter Bischof, freue ich mich, Christen und Nichtchristen hier im Heiligen Land, das von Schwierigkeiten und Hoffnungen durchzogen ist, konkrete Hilfe leisten zu können. Besonders in diesen Tagen bin ich froh, an der Holyland Coordination 2022 als Vertreter der Schweizer sowie der Nordischen Bischofskonferenz teilnehmen zu können. Ihre Thematik ist dieses Jahr: "„Jerusalem - Zentrum der Seele. Eine Mutter, die uns lehrt und hilft, zu wachsen“.
 
2. Welcher Moment im Heiligen Land hat Sie in den letzten Tagen am meisten berührt?
 

In den letzten Tagen war ich schockiert über die tödlichen Schüsse auf die katholische palästinensische Journalistin Shiereen Abu Akleh in Jenin. Die unverhältnismäßige Gewalt der israelischen Polizei, ihr gewaltsames Eindringen in den Trauerzug bei der Beisetzung der Journalistin ist eine Verletzung internationaler Normen und des fundamentalen Rechts der freien Religionsausübung. Die Journalistin ist leider nicht das letzte Opfer der Gewalt im Heiligen Land. Seitdem ist es nämlich schon wieder geschehen...

 

"Wir", schreibt die Jerusalemer Kommission für Gerechtigkeit und Frieden (16.5.2022), "bringen unsere Besorgnis darüber zum Ausdruck, was die Zukunft bringen wird. Die politischen Behörden, die über die Zukunft in Israel-Palästina entscheiden, sowie die Hauptverantwortlichen der internationalen Gemeinschaft scheinen nicht bereit zu sein, wahrheitsgemäß und mutig über das nachzudenken, was im Heiligen Land geschieht. Folglich können sie nicht handeln, um die Ursachen dieser Gewalt auszurotten". Offiziellen Angaben zufolge wurden in den letzten zwei Monaten fünfundvierzig Palästinenser, sechzehn Israelis und zwei Gastarbeiter bei dem, was als "neuer Zyklus der Gewalt" bezeichnet wurde, getötet. Die Medien haben die meisten davon ignoriert. Und die Gewalt geht weiter…

 

Mons_Burcher_2022.jpg

 

3. Die Hisbollah hat im Libanon großen Schaden angerichtet. Wie groß ist die Sorge Israels vor einer Eskalation?

Der Libanon, Syrien und Israel sind leider offiziell keine Freunde! Vor nicht allzu langer Zeit war ich im Norden Israels und konnte deutlich hören, dass in der Nähe syrische Schüsse fielen. Eines der Ziele der Hisbollah ist es, den "Feind" Israel abzulenken und zu schwächen, indem sie ihn ständig vom Norden aus bedroht. Damit ist leider schon viel gesagt.

4. Sie haben über den künftigen Status von Jerusalem diskutiert. Wie ist Ihre persönliche Meinung: Kann Jerusalem die Hauptstadt von zwei Staaten werden?

 

a) International anerkannter Status von Jerusalem

Ihre Frage war eines der Hauptziele unseres derzeitigen Treffens. Wenn Jerusalem die Hauptstadt zweier Staaten, Israel und Palästina, werden sollte, müsste meiner Meinung nach zunächst der Status von Jerusalem selbst geklärt werden. Der Heilige Stuhl hat wiederholt die Notwendigkeit betont, Jerusalem einen besonderen, international anerkannten Status zu verleihen, um die Achtung der drei monotheistischen Religionen zu gewährleisten, die der Stadt ihren heiligen Charakter als Heilige Stadt verleihen. Obwohl jetzt minoritär in der Bevölkerung,  versuchen zunehmend Christen aller Kirchen, hier nicht Mauern sondern Brücken des Verständnisses und der Brüderlichkeit zu bauen. Wir haben sie getroffen. Wir haben mit ihnen gesprochen. Wir haben mit ihnen gebetet. Ich bin davon erbaut.


Jerusalem muss der Ort bleiben, an dem sich Juden, Christen und Muslime weiterhin auf den Straßen der Heiligen Stadt begegnen, jeder mit seiner eigenen Intention und seinen Traditionen, die so einzigartig miteinander verbunden sind. Es reicht nicht aus, den historischen Charakter der Stadt durch ihre Steine zu bewahren, sondern es ist auch notwendig, das einzigartige Geflecht der Beziehungen zwischen Glaubensrichtungen, Völkern und Kulturen ohne Ausschließlichkeit zu bewahren und zu fördern. Die Natur Jerusalems ist es, einzuschließen, nicht auszuschließen. Das ist sein Status im internationalen Recht, im Lichte der Resolution ES-10/19 der Generalversammlung der Vereinten Nationen vom 21. Dezember 2017. Das ist auch seine prophetische Berufung und seine universelle Anziehungskraft. Und es ist auch meine persönliche Meinung zu dieser wichtigen Frage die nicht nur für Israel und Palästina sondern für die ganze Welt von Bedeutung ist.

 

b) Frage der Zwei-Staaten-Lösung

 

Mit etwas Humor und ohne jetzt auf die grundsätzliche Frage der Zwei-Staaten-Lösung tiefer eingehen zu können, möchte ich Folgendes sagen: Ich persönlich kann nicht gut erkennen, wie dies möglich sein sollte, insbesondere in der geografischen Situation des derzeitigen israelisch-palästinensischen Territoriums. Die illegale Errichtung von Siedlungen in den von Israel besetzten Gebieten begann bereits 1967. Dieses Gebiet wurde illegal zerstückelt und wird weiterhin zerstückelt. In der Schweiz gibt es u.a. zwei Käsesorten: den kompakten Gruyère und den löchrigen Emmentaler. Das israelisch-palästinensische Gebiet ist durch die illegalen Siedlungen zu einem löchrigen Emmentaler geworden... Wie kann man aus diesen löchrigen Gebieten nun zwei Staaten machen, vor allem, wenn man nicht in den Zustand von 1967 zurückkehren kann oder will? Ich bin schockiert zu sehen, wie Israel sich Grundstücke und Häuser aneignet, sogar in der Altstadt von Jerusalem, wo jetzt immer mehr israelische Flaggen wehen. Die Jerusalemer Kommission für Gerechtigkeit und Frieden schreibt: "Es muss mit unmissverständlicher Klarheit wiederholt werden: Die tiefere Ursache und der primäre Kontext der Gewalt ist die Besetzung Palästinas, die seit fünfundfünfzig Jahren andauert ». 

 

c) Ein utopischer Vorschlag?


Könnte ein völlig neues Projekt nicht beispielsweise eine Konföderation von Staaten sein: Israel, Palästina und Jordanien? Utopisch? Die Schweiz brauchte mehr als 700 Jahre, um zur heutigen Schweizerischen Eidgenossenschaft mit 26 Kantonen und Staaten zu gelangen, die ebenfalls durch eine große Vielfalt an Kulturen, Traditionen und Religionen gekennzeichnet sind. 

5. Mit welcher Botschaft aus dem Heiligen Land kehren Sie in die Schweiz zurück?

Demnächst werde ich mit einer dreifachen Botschaft aus dem Heiligen Land in die Schweiz zurückkehren: Nothilfe, Hoffnung und Gebet für Frieden und Gerechtigkeit.

Nothilfe bedeutet für mich insbesondere, die Schreie der Witwen, Waisen, trauernden Mütter und Väter sowie aller Unterdrückten, die weiterhin im Heiligen Land leben wollen, nicht zu ignorieren. Worte allein reichen nicht mehr aus. Es braucht jetzt Taten! Hier brauchen sie alle dringend unsere konkrete Hilfe!

Hoffnung bedeutet für mich insbesondere, dass die politischen Behörden in Israel wie auch in Palästina und auf der ganzen Welt den Mut haben, nach den wahren Ursachen der Gewalt zu suchen, und sich nicht aus ihrer Verantwortung stehlen. Der Krieg ist sehr hässlich! Christus ist unser Friede!

Das Gebet für Frieden und Gerechtigkeit in der ganzen Welt ist aktueller denn je.

 

Bischof Peter Bürcher, Delegierter der Schweizer und der Nordischen Bischofskonferenz
Jerusalem, am 24. Mai 2022

 

Gratulation-von-Papst-Franziskus.jpg

Dem ehrwürdigen Bruder

PETER BÜRCHER 

Emeritierter Bischof von Reykjavík

 

         Sagen Wir anlässlich der Feier seines Goldenen Priesterjubiläums freudigen Dank für die gewissenhafte Ausübung seines langjährigen pastoralen Wirkens in der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg, sodann in der Diözese Reykjavík sowie für seinen eifrigen Einsatz für die Wahrheit des Evangeliums, die in der Liebe zu verkünden ist, und für seine umsichtige Sorge, mit der er sich in seinem unermüdlichen und weisen Dienst um das Wohl der Kirche und das Heil der Seelen gemüht hat. Mit Unseren besten Wünschen erteilen Wir ihm sowie allen, die ihm nahestehen, auf die Fürsprache der Seligen Jungfrau Maria und der heiligen Petrus und Joseph, gern Unseren Apostolischen Segen und bitten um das Gebet für eine glückliche Ausübung Unseres Petrusamtes.

 

         Gegeben zu Rom, beim Lateran, am 15. März des Jahres 2021.

 

Franziskus

(Trockensiegel)

NOTHILFE!

                   

Die Bewohner von Beirut sind von den Explosionen in ihrem libanesischen Hafen dramatisch betroffen worden.

Nachdem sie durch das Virus COVID 19 seit Monaten leiden müssen, sind sie jetzt zusammen mit den  Bewohnern von Jerusalem und Bethlehem von Touristen und Pilgern verlassen. Die Einnahmen fehlen und sie sind auf Spenden angewiesen.

Unsere "Association Saint Jean-Marie Vianney Lausanne" - www.sjmvlausanne.org - die jetzt besonders im Heiligen Land den Menschen zu Hilfe kommt, ruft hier zu einer dringenden Hilfe zugunsten dieser lokalen notleidenden Bevölkerungen:

 

PK: Association Saint Jean-Marie Vianney Lausanne

Banque Postfinance SA – BIC: POFICHBEXXX

IBAN CHF: CH49 0900 0000 1721 5224 5

Ihre Spende wird der Caritas Jerusalem und der Nuntiatur in Beirut überwiesen.

Zum Voraus ganz herzliches Vergelt’s Gott für Ihre Mithilfe und Ihre grosszügige Spende!

+ Peter Bürcher, Bischof – Bernard Debély, Präsident

Lausanne, am Fest Verkündigung des Herrn 2020

Liebe Wohltäterin, lieber Wohltäter

 

Ein großer Sturm fegt durch die Schweiz und viele andere Länder. Wir sind wegen des "Coronavirus" in unseren Häusern eingeschlossen und der Eucharistie beraubt.

 

Hier haben wir das Glück, von den Maßnahmen unserer Regierung profitieren zu können, die es den meisten von uns ermöglichen, ihren finanziellen und materiellen Verpflichtungen nachzukommen.

 

Leider ist dies für viele Menschen, die im Heiligen Land leben, nicht der Fall. Tatsächlich ist Jerusalem wegen des Coronavirus geschlossen und Bethlehem eine "Geisterstadt".

 

Die Basilika der Geburtsstätte Christi in Bethlehem ist geschlossen, ebenso wie alle Wall-fahrts

orte im Heiligen Land. Die Pilger können die Heiligen Stätten nicht mehr besuchen. Die Bewohner des Heiligen Landes werden hart geprüft, da ansonsten zur Karwoche und zum Ostertriduum viele Pilger kamen. Da diese nun fehlen, stehen die Einwohner dieses Jahr plötzlich hilflos vor den Bedürfnissen ihrer Kinder und ihrer Familien da.

 

Zu Beginn der Fastenzeit hat uns Jesus eingeladen, Almosen zu geben. Das Almosengeben besteht darin, mit den Bedürftigen zu teilen. In seiner Fastenbotschaft 2020 lässt uns Papst Franziskus verstehen, wie wichtig das Almosengeben in der Fastenzeit ist.

 

Zusammen mit Bischof Peter Bürcher ruft unsere Vereinigung dringend zur Solidarität für unsere Brüder und Schwestern im Heiligen Land auf. Ihre Spenden werden in voller Höhe an Caritas Jerusalem übergeben, die sie in Ihrem Namen an die ärmsten Familien dieser schwer geprüften Region weiterleiten wird: siehe unten Pc 17-215224-5 Association Saint Jean-Marie Vianney, 1018 Lausanne.

 

Wir danken Ihnen von Herzen für Ihre großzügige Antwort auf unseren dringenden Aufruf.

 

Verbunden im Gebet mit der Heiligen Familie, der hl. Corona, Märtyrerin des 2. Jahrhunderts, und dem hl. Jean-Marie Vianney grüssen wir Sie herzlich.

+ Peter Bürcher, Bischof – Bernard Debély, Präsident

Abschlusskommuniqué des Internationalen Bischofstreffens im Heiligen Land 2020

 

Wir dürfen die Stimme der Menschen im Heiligen Land nicht ignorieren

 

Jedes Jahr kommen wir im Heiligen Land zusammen, um den Menschen zu begegnen und ihnen zuzuhören. Ihre anhaltende Widerstandsfähigkeit und ihr Glaube in einer sich verschlechternden Lage sind für uns inspirierend.

In ihrer jüngsten kraftvollen Botschaft beklagten die katholischen Ortsbischöfe das Versäumnis der internationalen Gemeinschaft, zur Schaffung von Gerechtigkeit und Frieden hier am Ort der Geburt Christi beizutragen. 1 Unsere Regierungen müssen mehr tun, um ihrer Verantwortung für die Wahrung des Völkerrechts und den Schutz der Menschenwürde gerecht zu werden. In einigen Fällen haben sie sich an der Verschärfung der Konflikte und den Übeln der Besatzung beteiligt.

Die Ortsbischöfe warnten auch vor einer weiteren „Verflüchtigung der Hoffnung auf eine dauerhafte Lösung“, vor der die Menschen stehen. Wir haben diese Realität hautnah miterlebt; vor allem konnten wir sehen, wie der Bau von Siedlungen und der Mauer jede Aussicht auf zwei in Frieden existierende Staaten zerstört.

In der gleichen Botschaft zeigten sich die Ortsbischöfe alarmiert, weil die Lebensbedingungen „immer unerträglicher“ werden. Dies wird auf schmerzliche Weise im Westjordanland sichtbar, wo unseren Schwestern und Brüdern grundlegende Rechte, einschließlich der Bewegungsfreiheit, verweigert werden. Im Gazastreifen haben die politischen Entscheidungen auf allen Seiten zur Schaffung eines Freiluftgefängnisses, zu Menschenrechtsverletzungen und einer tiefgreifenden humanitären Krise geführt. Wir wurden von Familien empfangen, deren wichtigstes Ziel nun das tägliche Überleben ist, und die ihre Ansprüche auf das Notwendigste wie Strom und sauberes Wasser reduzieren mussten.

Inmitten dieser Verhältnisse bewegen uns die Opfer, die Ordensschwestern, Laien und Priester erbringen, indem sie sich auf allen Seiten für eine bessere Zukunft einsetzen. Sie bieten lebenswichtige Dienste an, insbesondere Bildung, Arbeitsmöglichkeiten und Betreuung der schwächsten Menschen. Für ihr Zeugnis sind wir ihnen dankbar. Wir rufen die Christen in unseren eigenen Ländern auf, für ihren Einsatz zu beten und sie zu unterstützen.

Die wachsende Zahl jener, die ins Heilige Land pilgern, ist ermutigend und wir rufen die Pilger dazu auf, die örtlichen Gemeinschaften aufzusuchen.

Gleichzeitig bitten wir unsere Regierungen, an einer neuen politischen Lösung mitzuwirken, die die Würde aller Menschen achtet und schützt. Diese Lösung muss zwar letztlich von den Völkern des Heiligen Landes im Dialog gestaltet werden, aber es ist dringend notwendig, dass unsere Länder durch folgende Maßnahmen ihren Beitrag dazu leisten, indem sie

  • Auf der Anwendung internationalen Rechts bestehen,

  • Sich mit den Sicherheitsbedenken Israels und dem Recht aller auseinandersetzen,

    in Sicherheit zu leben,

  • Dem Vorbild des Heiligen Stuhls bei der Anerkennung des Staates Palästina folgen,

  • Politische oder wirtschaftliche Unterstützung für Siedlungen ablehnen

  • Und sich entschlossen Gewaltakten oder Menschenrechtsverletzungen jedweder Seite widersetzen.

     

Mit diesen Schritten kann die internationale Gemeinschaft ihre Solidarität mit jenen Israelis und Palästinensern bekunden, die sich weigern, ihren gewaltlosen Kampf für Gerechtigkeit, Frieden und Menschenrechte aufzugeben.

Wir beten für den Frieden in Jerusalem.

 

Bischof Declan Lang

(Clifton, Bischofskonferenz von England und Wales), Vorsitzender der Heilig-Land-Koordination

 

Weihbischof Dr. Udo Bentz

(Mainz, Deutsche Bischofskonferenz)

 

Erzbischof Timothy Broglio

(Militärseelsorge der Bischofskonferenz der USA)

 

Bischof Peter Bürcher

(Reykjavik, Nordische Bischofskonferenz)

 

Bischof Rodolfo Cetoloni

(Grosseto, Italienische Bischofskonferenz)

 

Erzbischof Richard Gagnon

(Winnipeg, Kanadische Bischofskonferenz)

 

Weihbischof Nicholas Hudson

(London, Bischofskonferenz von England und Wales) 

 

Weihbischof William Kenney CP

(Birmingham, Bischofskonferenz von England und Wales)

 

Bischof Alan McGuckian

(Raphoe, Irische Bischofskonferenz)

 

Bischof William Nolan

(Galloway, Schottische Bischofskonferenz)

 

Bischof Marc Stenger

(Troyes, Französische Bischofskonferenz)

 

Bischof Noel Treanor

(Down and Connor, Irische Bischofskonferenz)

 

Erzbischof Joan Enric Vives Sicilia

(Urgell, Spanische Bischofskonferenz)

Botschaft des Apostolischen Administrators

Grüss Gott!

 

Dieser Gruss, den ich zum ersten Mal an Sie richte, lieber Bischof Vitus, lieber Weihbischof Marian, liebe Mitbrüder im bischöflichen, priesterlichen und diakonalen Dienst, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Seelsorge, liebe Brüder und Schwestern, gelte Ihnen und allen, die in den Kantonen der Diözese Chur leben, unabhängig von ihrer Religion und ihrem Glauben.

 

Ganz besonders richte ich diesen Gruss an diejenigen, die nach den vielen Negativmeldungen bezüglich etwa der Missbrauchsfälle von ihrer Kirche oder allgemein vom Leben enttäuscht sind, sowie an die Personen, die an Körper und/oder Seele leiden. Besonders für diese bin ich heute von Papst Franziskus als Apostolischer Administrator des Bistums Chur gesandt, aber nicht weniger auch für alle anderen. So übergibt er mir ab heute für ein paar Monate alle Rechte und Pflichten eines Diözesanbischofs für das Bistum Chur.

 

Das erste Gefühl, das mich jetzt persönlich bewohnt, ist folgendes: sollte man im Leben nicht immer zuerst das Positive sehen? In diesem Sinne möchte ich Dir für all das Gute und Schöne danken, das Du, lieber Bischof Vitus, trotz aller Schwierigkeiten, während fast 12 Jahren im Bistum Chur tun konntest! Vergelt’s Gott! Von ganzem Herzen wünschen wir Dir einen glücklichen und gnadenvollen Ruhestand!

 

Oft, als ich von Bischof Vitus Nachfolge reden hörte, muss ich ehrlich sagen, dass ich nicht und nie damit gerechnet habe, was mir vor einigen Tagen passiert ist...! Es war eine totale Überraschung für mich...! Als emeritierter Bischof, also pensionierter Bischof, strebte ich mit 73 Lebensjahren nach ein wenig Ruhe… Nein, in seiner wohlwollenden Aufmerksamkeit gegenüber dem Bistum Chur hat Papst Franziskus anders entschieden! Und dies, obwohl ich ihm alle meine Bedenken und Vorbehalte über diese neue Mission eines Apostolischen Administrators des Bistums Chur darstellen durfte… Der Papst wollte diese Aufgabe einem Bischof und nur für ein paar Monate anvertrauen... Ja, nur für ein paar Monate, wie er es mir mehrmals bei einer Privataudienz im Vatikan am 11. Mai persönlich zugesichert hat. Ich bin nun Ihr Diener. Ich will Ihnen zuhören. Ein Diener hört zu, um besser dienen zu können.

 

Wie viele von Ihnen, bin ich mir der großen Herausforderung bewusst, die dieses Mandat bedeutet. Nicht ohne Respekt vor der Aufgabe nehme ich den päpstlichen Willen an, im Geiste der Verfügbarkeit und des Gehorsams. Ich zähle auf die Gnade Gottes. Von diesem Moment an habe ich es gewagt, auch auf Sie alle zu zählen…

 

Mit Augustinus kann ich sagen: «Für Euch bin ich Bischof, mit Euch bin ich Christ!» Ich freue mich auf die Begegnungen und den Austausch mit den Katholiken des Bistums! Ich will mich mit dem Bistum vertraut machen. Ich bitte Sie deshalb um Verständnis dafür, dass ich vorerst keine Aussagen ausser diesen Zeilen in den Medien machen werde. Spätestens vor Ende der nächsten zwei Wochen werde ich mich gerne den Medien vorstellen, um noch mehr zu informieren. Meine Lieben, während dieser von Papst Franziskus in Aussicht gestellten kurzen Übergangszeit, empfehle ich Ihnen dringend, das «Gebet für einen neuen Bischof» so oft wie möglich zu beten. In diesem Gebet verbunden, grüsse ich Sie herzlich alle in «Christus, unserem Frieden», wie mein Wahlspruch als Bischof lautet.

 

Chur, 20. Mai 2019

+ Bischof Peter Bürcher

Apostolischer Administrator des Bistums Chur

SCHWEIZ, 24.5.2019

Eminenz,

Liebe Bischöfe,

Liebe Priester,

Liebe Diakone,

Sehr geehrte Damen und Herren Journalisten,

Sehr geehrte Damen und Herren,

Liebe Freundinnen, Liebe Freunde,

 

Als Präsident der Association Saint Jean-Marie Vianney Lausanne, und auf Wunsch von Bischof Peter Bürcher, em. Bischof von Reykjavik, danke ich Ihnen freundlich, seine Botschaft zur Kenntnis zu nehmen, mit Embargo am heutigen Montag 20. Mai 2019 um 12: 00, die Sie anbei finden können. In dieser Botschaft meldet er Ihnen, dass Papst Franziskus ihn von diesem Tag an und für ein paar Monate als Apostolischer Administrator des Bistums Chur ernannt hat

 

Erlauben Sie mir, von ganzem Herzen, Bischof Peter Bürcher zu danken, dass er wie Maria, dem Herrn und dem Willen des Heiligen Vaters mit Ja geantwortet hat,  das Bistum Chur zu verwalten, bis zur Amtseinführung des neuen Bischofs für diese große Diözese der Schweiz.

 

Auf der Website unserer Association finden Sie unter anderem den Lebenslauf von Bischof Peter Bürcher: www.sjmvlausanne.org

 

Möge der Herr ihm Kraft und Mut geben, und möge Er ihn jeden Tag mit seiner liebevollen Gegenwart begleiten!

 

Mit meinen herzlichen Grüßen.

 

Bernard Debély (+41 79 871 29 56)

Präsident der Association Saint-Jean-Marie Vianney Lausanne 

 

Adresse von Bischof Peter Bürcher: bischofssekretariat@bistum-chur.ch

Angelus am Palmsonntag: Fruchtbare Ideen fürs eigene Leben in

"Christus vivit"

 

Im Anschluss an die Palmsonntagsmesse auf dem Petersplatz hat Papst Franziskus den Angelus gebetet. In einer kurzen Ansprache ging er auf die Bedeutung des Weltjugendtages ein, der jeweils an Palmsonntag in allen Diözesen der Welt begangen wird und gab zwei Ratschläge.


Er grüße alle, die an der Palmsonntagsfeier teilgenommen hätten, so der Papst zu Beginn seiner kurzen Ansprache vor dem Mittagsgebet. Insbesondere grüße er alle Jugendlichen, die mit „ihren Bischöfen“ den Weltjugendtag feiern. „Liebe Jugendliche, ich lade euch ein, die Hinweise des jüngsten Apostolischen Schreibens ,Christus vivit´ euch zu eigen zu machen und in eurem täglichen Leben umzusetzen“, so der Papst. Das Schreiben sei die „Frucht der Synode, an der auch viele eurer Zeitgenossen beteiligt waren“, erinnerte Franziskus an die Jugendsynode von 2018. In seiner Exhortation zur Jugendsynode könne jeder „fruchtbare Ideen für sein eigenes Leben und seinen eigenen Weg des Wachstums im Glauben und im Dienst an seinen Brüdern und Schwestern finden“.

Es folgte ein zweiter Ratschlag: Im Rahmen des Palmsonntags wolle er alle, die sich auf dem Petersplatz versammelt haben, einen besonderen Rosenkranz schenken. „Dieser Rosenkranz aus Olivenholz wurden im Heiligen Land speziell für den Weltjugendtag in Panama im vergangenen Januar und für den heutigen Tag hergestellt“, so der Papst. Deshalb erneuere er die Jugendlichen und allen seinen Aufruf, „den Rosenkranz für den Frieden zu beten, insbesondere für den Frieden im Heiligen Land und im Nahen Osten“.

Papst Franziskus hatte vor zwei Jahren den Wunsch ausgedrückt, dass die Leute beim Weltjugendtag 2019 in Panama für den Frieden in der Welt beten sollten. Für die Durchführung und Herstellung der Rosenkränze zeichnete sich der Schweizer Bischof Pierre Bürcher verantwortlich. Bischof Bürcher ist Berater an der vatikanischen Ostkirchenkongregation.

Unser wunderschönes aktuelles projekt AVEJMJ!

AVE als Ave Maria (Ave Maria) und JMJ als Jornada Mundial de la Joventud und Jesus, Maria, Josef!

Unter seinen zahlreichen Projekten zur Unterstützung der Christen im Heiligen Land hat Bischof Peter Bürcher, Mitglied der Kongregation für die Orientalischen Kirchen, versprochen, einen Wunsch von Papst Franziskus zu erfüllen: junge Menschen dazu zu ermutigen, für den Frieden in der Welt zu beten!  Sie sollen durch die Fürsprache Marias mit dem einfachen Rosenkranzgebet zum Herrn beten. Dies ist das AVEJMJ-Projekt: AVE wie Ave Maria (Ave, Maria!) oder wie JMJ (WJT Weltjugendtage auf Französisch und Spanish) und Jesus, Maria, Josef!
 
Zu diesem Zweck wird allen jungen Menschen, die im Januar 2019 am nächsten WJT in Panama teilnehmen werden, ein Rosenkranz aus Olivenholz geschenkt werden, der im Heiligen Land von bedürftigen Familien, jungen Arbeitslosen, Gefangenen und Flüchtlingen hergestellt wird. Caritas Jerusalem hat diese Vereinbarung freundlicherweise ermöglicht. Sie werden Hunderten bedürftigen Familien in Bethlehem und Umgebung mehrere Monate lang Arbeit geben können.
 
Um die Fristen einzuhalten und das Ziel der 1,5 Millionen benötigten Rosenkränze zu erreichen, ist es nun notwendig, pro Monat mindestens 200.000 Rosenkränze herstellen zu können, deren Modell uns jeweils 1 CHF pro Stück kostet.

 

Spenden können ab sofort auf das Konto unserer Association Saint Jean-Marie Vianney Lausanne überwiesen werden:

 

Bank Postfinance SA       BIC: POFICHBEXXX

Aus der Schweiz:            IBAN CHF: CH49 0900 0000 1721 5224 5

Aus Europa:                    IBAN EUR: CH36 0900 0000 9153 3233 5

Andere:                           IBAN USD: CH98 0900 0000 9172 0700 5

 

Mit dem Verwendungszweck « AVEJMJ »

Bischof Peter Bürcher sowie die ASJMVL www.sjmvlausanne.org und die Caritas Jerusalem danken jedem einzelnen von Ihnen, dass Sie in dieser Zeit der Evangelisierung zur Finanzierung dieses großartigen globalen Projekts grosszügig beitragen!

Ein wunderbares Geschenk von Papst Franziskus in Panama

PANAMA, 24. Januar 2019

Das AVEJMJ-Projekt welches 1.500.000 Rosenkränze aus Olivenholz herzustellen hat, insbesondere für die jungen Pilger, die jetzt am WJD 2019 in Panama teilnehmen, beschäftigt derzeit über 300 bedürftige Familien in Bethlehem.

 

Papst Franziskus ist gestern in Panama angekommen und lädt die Jugendlichen ein, für den Frieden in der Welt zu beten. Jeder Pilger erhielt einen oder zwei der Rosenkränze dieses Projekts.

 

AVEJMJ wird von der Association Saint Jean-Marie Vianney Lausanne www.sjmvlausanne.org finanziert und von Caritas Jerusalem www.caritasjr.org am Ort umgesetzt.

 

Das Gesamtbudget des Projekts beträgt 1.500.000 USD. Bisher wurden bereits 1’200'000 USD von der Association Saint-Jean-Marie-Vianney Lausanne an Caritas Jerusalem gespendet, die von zahlreichen Spendern stammen, vor allem aus der Schweiz und aus Deutschland.

 

Die Association dankt allen Spendern ganz herzlich. Da das AVEJMJ-Projekt humanitär und spirituell ist, werden die verbleibenden Rosenkränze denjenigen geschenkt werden, die es wünschen und sich an die auf der Website www.sjmvlausanne.org angegebenen E-Mail-Adresse melden.

 

Was ist der Rosenkranz?

Der Rosenkranz ist eine Form des sich wiederholenden, kontemplativen und sehr einfachen Gebetes, während dem man über den Platz Marias im Geheimnis der Erlösung meditiert, sich damit verbindet und das "Ave Maria" rezitiert. Es bezieht sich auch auf den Gegenstand, der zum Beten benutzt wird: eine Reihe von durchbohrten Körnern, die nacheinander an einem Faden befestigt und in einer Schleife gehalten werden, an deren Ende sich ein Kreuz befindet. Streng genommen ist der Rosenkranz ein "kleiner Hut" oder eine Art Krone. Im Mittelalter war es üblich, die Statuen der Jungfrau Maria mit Rosen zu krönen, wobei jede Rose ein Gebet symbolisierte, daher das Wort Rosenkranz.

 

Das Fest der Muttergottes vom Rosenkranz wurde am 7. Oktober 1573 eingesetzt, um die Praxis des Rosenkranzes universal zu machen und den Monat Oktober zum Monat des Rosenkranzes schlechthin zu machen.

 

Während ein Rosenkranz fünfzig « Ave Maria" enthält, enthält ein ganzer Rosenkranz 200 "Ave Maria". Die 200 "Ave Maria" sind in vier Teile geteilt. Dann jeder Teil in fünf Zehner, jeweils vorangegangen von einem Vaterunser und gefolgt vom Ehre sei dem Vater, zu Ehren der Heiligen Dreifaltigkeit.

 

Dieses Gebet ist keine rein mechanische Wiederholung von Formeln: es ist eine Betrachtung, eine Rezeption der Geheimnisse Gottes, die unser Leben betreffen und uns mit Gott vereinen. Der Rosenkranz ist also eine Meditation des Evangeliums und der Empfang des Lebens des Herrn durch den Gläubigen.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Association Saint Jean-Marie Vianney Lausanne

CH - 1018 Lausanne

Switzerland

www.sjmvlausanne.org